1400 - 1499


1420

In einer Erbauseinandersetzung vermittelte Erzbischof Otto von Trier am 2.7.1420 zwischen Graf Engelbert und Gottfried von Eppstein und bekam hierfür die Trierer Lehnshoheit über die Grafschaft Diez, also auch über Schönberg an der oberen Elb. Trier besaß zu diesem Zeitpunkt schon über Limburg das Reichslehen.

1439

1439 tritt ein Gerhard Schuppin von Schoenberg auf. Nachfolgende Urkunde, datiert vom 4. Dezember 1439, dokumentiert einen Vertrag zwischen  dem Erzbischof Jacob von Trier über die Belehnung mit einer Hube (altes deutsches Flächenmaß) Landes zu Niederbrechen als einem Burglehen zu Molsberg.

1450

In Elben (1417 Uff der Elben), einstmals ein stattliches Dorf entlang des Elbbachs, hatten die Nüssel von Möllingen um 1450 Gefälle (Abgabenrechte im Mittelalter) als Westerburger Lehen.

Von den Nüssel von Möllingen, die im 15. Jahrhundert noch zum Adel rechnen, gibt es um 1550 noch 18 Familien bäuerliche Erben verschiedenen Namens in Möllingen, Wölferlingen, Kölbingen, Dreifelden und Maxsain.

1455

Am 12. August 1455 wird in einer Urkunde ein Rorich Schuppin von Schoenberg genannt. In  dem nachfolgenden Dokument geht es wieder um ein Burglehen zu Molsberg.

1474

Ein Conrad von Schönberg ist 1474 als Schultheiß von Salz eingesetzt.

1487

Die Familie von Brambach war eine besonders im Westerwald reich begüterte Familie, und der Schönberger Hof schon seit 1487 in ihrem Besitz. Das alte nassauische Geschlecht hatte weitere Besitzungen in Salz, Wörsdorf, Wanscheid, Hangenmeilingen und Weroth. Das Geschlecht erlosch mit Heinrich Ernst von Brambach im Jahre 1773.

 

Das Wappen der Adelsfamilie von Brambach.

 

Den Turnierkragen finden wir heute im Kölbinger Orts-wappen wieder.

1494

Die Kirche zu Schönberg, ihr Baujahr lässt sich nicht mehr ermitteln, war schon 1494 Filialkirche der Mutterkirche zu Salz und wurde durch einen Kaplan versehen. Das erste urkundlich feststellbare Datum ist der 15. August 1494. Hier wird in einem Streit der Adligen Dietrich Hoiß und Gerhard von Schönborn über den Geisenwald und die Hafergülte zu Schönberg und die Kapelle in Schönberg erstmals erwähnt.

Heutiges Aussehen der alten Pfarrkirche zu Schönberg bei Kölbingen